|
Der Lentner - Seine Geschichte - Einige Werke - Galerie - Tagessätze - Kartons & Kisten |
||||||||
| Hier geht es zum Gästebuch | ||||||||
| (Hier klicken!) |
||||||||
| Einige Werke | ||||||||
|
Warum
es dieses Jahr keine Weihnachtsgeschichte gibt
(Aus dem Tagebuch eines
Schreibers)
Die Geschichte von Anna werde
ich nicht mehr weiterverfolgen. Noch mehr Zeit darin investieren, wäre nicht
ratsam, da ich keine Idee habe, wie ich den Text erweitern könnte.
Es muss eine andere Geschichte
her. Vielleicht etwas von einer modernen Influencerin.
In einer glitzernden Welt voller
Kosmetik und Schönheit lebte eine Influencerin namens Clara. Ihr Leben
drehte sich um Make-up-Tutorials, Produktbewertungen und das perfekte
Selfie. Jeden Tag verbrachte sie Stunden damit, ihr Aussehen zu
perfektionieren, um ihren Followern die neuesten Trends zu präsentieren.
Kurz vor Weihnachten erhielt Clara
eine Einladung zu einer großen Feier mit ihren Fans. Doch wenige Tage vor
dem Fest bekam sie einen schlimmen Hautausschlag, der ihr Gesicht
entstellte. Keine Menge an Schminke konnte das verbergen. Verzweifelt und
traurig entschied sie, zu Hause zu bleiben und die Teilnahme an der Feier
abzusagen.
Am Heiligen Abend klopfte es
plötzlich an ihrer Tür. Ein gestrandeter Reisender, der in der Kälte Schutz
suchte, stand vor ihr. Sein Name war Lukas. Er sah Claras entstelltes
Gesicht, doch es interessierte ihn nicht. Stattdessen erkannte er ihre
innere Schönheit und die Wärme in ihrem Herzen.
Clara und Lukas verbrachten den
Heiligen Abend zusammen. Sie erzählten sich Geschichten, lachten und
genossen die einfache, aber herzliche Gesellschaft des anderen. Für Clara
war es das schönste Weihnachtsfest seit ihrer Kindheit. Sie erkannte, dass
wahre Schönheit von innen kommt und ihre Berufung vielleicht nicht darin
lag, äußere Perfektion zu verkaufen, sondern echte Verbindungen zu schaffen
und Menschen zu inspirieren.
15. Dezember
Jakob war ein bescheidener Mann
und verlangte nie Anerkennung für seine Taten. Doch tief in seinem Herzen
fühlte er manchmal den Schmerz der Unsichtbarkeit. Besonders zur
Weihnachtszeit, wenn die Menschen um ihn herum fröhlich feierten und
Geschenke austauschten, fühlte er sich einsam und unbeachtet.
An einem besonders kalten
Weihnachtsabend lag Jakob schwer krank in seinem Bett. Er hatte sich eine
schlimme Erkältung zugezogen, als er den ganzen Tag damit verbracht hatte,
den Schnee von den Gehwegen zu räumen. Seine Kräfte schwanden, und er fühlte
sich schwächer als je zuvor. Während er in seinem Bett lag und die festliche
Musik von draußen hörte, überkam ihn eine tiefe Traurigkeit.
Plötzlich erschien ein sanftes
Licht in seinem Zimmer. Jakob öffnete mühsam die Augen und sah drei
wunderschöne Engel vor sich stehen. Sie lächelten ihn liebevoll an und einer
von ihnen sprach: „Jakob, du hast dein Leben damit verbracht, anderen zu
helfen und Gutes zu tun. Nun ist es an der Zeit, dass du die Anerkennung und
Liebe erhältst, die du verdienst.“
Die Engel hoben Jakob sanft aus
seinem Bett und trugen ihn in ein wundervolles Land, das von einem warmen,
goldenen Licht durchflutet war. In diesem Land wurde jeder gesehen und
geschätzt. Die Menschen dort begrüßten Jakob mit offenen Armen und dankten
ihm für all die guten Taten, die er in seinem Leben vollbracht hatte. Sie
erzählten ihm, wie sehr sie seine Hilfe geschätzt hatten, auch wenn sie es
ihm nie gezeigt hatten.
Jakob fühlte sich zum ersten Mal
in seinem Leben wirklich gesehen und geliebt. Die Engel erklärten ihm, dass
er nun in diesem Land bleiben könne, wo er nie wieder unsichtbar sein würde.
Jakob lächelte und fühlte, wie die Last der Einsamkeit und des Schmerzes von
ihm abfiel.
Von diesem Tag an lebte Jakob
glücklich in dem Land der Engel, wo er für immer gesehen und geschätzt
wurde. Und die Dorfbewohner, die ihn einst übersehen hatten, erinnerten sich
an ihn und begannen, die kleinen Gesten der Freundlichkeit und
Hilfsbereitschaft in ihrem eigenen Leben zu schätzen und zu ehren. So
verbreitete sich Jakobs Geist der Güte und Liebe weit über die Grenzen des
kleinen Dorfes hinaus und brachte Licht und Wärme in die Herzen vieler
Menschen.
19. Dezember
Eines Tages entdeckten Forscher in
den Tiefen des Internets eine digitale Prophezeiung. Diese Prophezeiung
sprach von einem Herrscher, der zur Erde kommen würde, erschaffen durch zwei
Komponenten, genannt Ei und Sperma. Die Besonderheit dieses Herrschers,
das eigenständige Denken würde er den Menschen lehren. Diese
Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und erreichte die Ohren der
drei Diktatoren.
Sofort begannen die USA, Russland
und China, nach diesem prophezeiten Herrscher zu suchen. Sie durchkämmten
die Welt, setzten ihre besten Wissenschaftler und Spione ein, um den
geheimnisvollen Herrscher zu finden. Doch die Suche führte zu immer
größeren Spannungen und schließlich zu einem verheerenden Krieg, der
die Weltmächte bis zum letzten Mann vernichtete.
Inmitten dieses Chaos blieb ein
kleines, unentdecktes Völkchen in den Tiefen des Amazonas unberührt. An
einem heißen Tag Ende Dezember wurde in diesem abgelegenen Dorf ein Junge
geboren. Seine Eltern nannten ihn Amaru. Schon von klein auf war Amaru
anders. Er stellte Fragen, die niemand beantworten konnte, und zeigte eine
Weisheit, die weit über sein Alter hinausging.
Amaru fühlte sich oft hin- und
hergerissen. Obwohl er als Junge geboren wurde, fühlte er sich manchmal
mehr als Mädchen. An anderen Tagen fühlte er, dass er weder das eine noch
das andere war. Mit dieser inneren Zerrissenheit hielt er seine Eltern und
die Dorfbewohner in Atem, doch sie liebten ihn bedingungslos und
unterstützten ihn in seiner Suche nach Identität.
Amaru Weisheit und Liebe verbreiteten sich schnell unter den Überlebenden
der großen Katastrophe.
Sie erkannten, dass die alten Machtstrukturen und Kriege sinnlos waren und dass die
wahre Stärke in der Einheit und dem gegenseitigen Respekt lag.
So wurde Amaru zu ihrem Herrscher.
Er brachte den Menschen bei, selbstständig zu denken und die Liebe in den
Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Und obwohl er selbst oft mit seiner
Identität kämpfte, fand er Frieden in der Erkenntnis, dass es nicht darauf
ankommt, was man ist, sondern wer man ist.
Und so lebte Amaru glücklich und
zufrieden, umgeben von Menschen, die ihn liebten und schätzten. Die Welt
hatte sich verändert, und die Prophezeiung hatte sich erfüllt. Amaru hatte
gezeigt, was wirklich im Leben zählt: Liebe.
Die Liebe war es auch, die dafür
sorgte, dass das Völkchen im Amazonas und damit die neue Erdbevölkerung
größer und größer wurde.
23. Dezember
Dafür, dass es in diesem Jahr
von mir keine Weihnachtsgeschichte gibt, habe ich mich entschlossen, aus
meinem Tagebuch die entsprechenden Eintragungen, wie es dazu kam, hier
offenzulegen.
|
||||||||
|
Das Leben ist schön Und wenn die Zeit noch so deprimierend ist und wenn die Möglichkeiten sich zu treffen immer weniger werden und wenn das Wetter für die Sintflut probt und wenn alle nur die Unterschiede betonen statt das Verbindende und wenn es scheint das Leben ist leben nicht mehr wert dann ist der Schein durch und durch falsch das Leben ist schön wenn wir nur wollen ist es schön schöner kann nichts anderes sein |
||||||||
|
Stimme weg Stimme weg aber sonst alles in Ordnung jetzt kann ich nichts mehr ändern jammern und große Reden schwingen da geht jetzt nicht mehr meine Stimme ist weg in den Briefkasten habe ich sie geworfen und in einigen Wochen wird sie ausgezählt und dann irgendwann habe ich wieder eine Stimme die kann ich dann behalten oder ich gebe sie ab und wieder ist sie dann weg |
||||||||
|
Sterb'n I bin jetzt achtasieb'zg Johr und i hob nia aufpasst was g'sund is füa mi. I hob nua imma des g'macht wos guad do hod. I hob drunga Bier, Wein und Schnaps und natürli hob i imma g'raucht. Aus mein Leb'n hob i ned imma des beste g'macht und and're dobei in Dreg einedunkt und des wois i ned erst seit gestern, doch jez hob i koi Zeid mehr, jez lieg i in dera kloin Kammer. Vom Bett aufsteh' des konn i nimma und i wois ned soll i woina oda jammern. Vier moi am Dog kummt a Schwesta, de hoid mi dann aus'm Dreg und wenn se ma z'wischn de Boina greift, dann rührt se bei mir nix mehr, nua ab und zua denk i dann dobei an Gestern. Mei Frau, de schaut scho seid Dog'n nimma rei zua mia, wei zum Sog'n ham mia uns nix mehr. I wois, das se de Nachbarn da'zählt, dass i sie abgrunddieaf haß, oba des is mia jez ollas ganz egal wos se üba mi da'zählt, weil i hob jez ganz and're Soch'n de füa mi zähl'n. Domois im Kriag an da Ostfront, mia ham Russ'n da'schoss'n, de se scho längst ergeb'n ham. Nia hob i jemois mid jemand d'rüber g'redt und mei ganz' Leb'n lang hot se des Buid oiwei wieda g'meldt. De Kinda de kemma und ma merkt ganz genau, das es erhna lästig is und wenn's wos sog'n, dann, dass scho wieda werd. Jez lasst ma doch mei Ruah, wei i stirb seit Woch'n und i wois bis heid ned wia ma des duat. Im Krankenhaus ham's me entlass'n, da Doktar hod blos g'sogt das a nix mehr doi ko und dass jez an's sterb'n geht. I erinna mi, das i amoi über's sterb'n g'les'n hob, dass ma sterb'n kann wia a Held, oda wia a Feigling. Jez wois i das des nur Sprüch' war'n, wei jez wois i, sterb'n duat ma nua alloi. Des Krankenbett des is mei Gruft, i bin scho seit Woch'n dod, oba des sterb'n ziagt se und ziagt se. I hob scho seit 10 Dog nix mehr gess'n, nua an Vermouth den schütt i in mi eine, a wenn i ned vui davon behoid'n ko, und du schleichst nua imma um mi rum. Jez bleib' hoid amoi steh und nimm' mi mid, wei i hoid des nimma aus, de Schmerz'n de ko i ertrog'n, oba owei de Angst, wei i wui doch no ned dod sei, doch i wois du laßt ned mid dir hand'ln, deshoib bleib jez endlich steh und lass mi mid dir geh. |
||||||||
|
Hoidme Video (hier klicken) Hoid me ganz fest in deine Arm hoid me i hob so vui Angst das me de schwarze Noacht fangt und i bin alloi und koi Ton dringt durch des Schwarze von dir und mir und i ko ned hearn wia du mir an Mut zuasprichst. Hoid me, brauchst nix song, brauchst gor ned vui doi i bin scho vui ruhiger wenn i merk i bin in deine Händ. Hoid me, hoid me ganz nah an dir |
||||||||
|
Weg von hier
Weg nur weg von hier besondere Ansprüche habe ich keine alles was ich will nur weg von hier wo jeder sich seine eigene Wahrheit richtet aber dafür die Hand zum Eid strickt unten lässt.
Ich kann mich gar nicht erinnern wann dies alles begonnen hat schleichend kam es irgendwie übers Land ganz heimtückisch hat es sich überall festgesetzt und jetzt wo es nicht mehr zu übersehen ist will ich nur weg weg einfach nur weg von hier. |
||||||||
|
Naheliegend
Es ist naheliegend und doch unerreichbar die Vorstellung überall auf der Erde könnte Frieden herrschen |
||||||||
|
© 2003 by Weibi . Alle Rechte vorbehalten. lentner@der-lentner.de |
||||||||