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LENTNER-ART

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 Eigene Werke

   
       

 

   
             
       

 

Was mir gefällt

 

Was mir gefällt

macht mir ein schlechtes Gewissen

dennoch gefällt es mir so sehr

dass ich mir

immer wieder dieses schlechte Gewissen antue

 

   
             
       

200 Jahre alt werden

Käme heute jemand

der mir sagte

mit einer anderen Art zu schnaufen

da würde ich mindestens 200 Jahre

ich denke

ich würde ihn nicht nach der Art zu schnaufen fragen

würde weiterhin wie gelernt schnaufen

Tag für Tag

Monat für Monat

oder sogar

Jahr für Jahr

wenn das Leben mir dies zugesteht

 

   
             
       

  

Hoidme

                                                                                                    Video (hier klicken)

Hoid me

ganz fest in deine Arm

hoid me

i hob so vui Angst

das me de schwarze Noacht fangt

und i bin alloi

und koi Ton dringt durch des Schwarze

von dir und mir

und i ko ned hearn

wia du mir an Mut zuasprichst.

Hoid me,

brauchst nix song,

brauchst gor ned vui doi

i bin scho vui ruhiger

wenn i merk

i bin in deine Händ.

Hoid me,

hoid me

ganz nah an dir

 

   
             
       

 

Sterb'n                                                                               

                                                                                               Audio (hier klicken)

I bin jetzt achtasieb'zg Johr und i hob nia aufpasst was g'sund is füa mi. I hob nua imma des g'macht wos guad do hod. I hob drunga Bier, Wein und Schnaps und natürli hob i imma g'raucht. Aus mein Leb'n hob i ned imma des beste g'macht und and're dobei in Dreg einedunkt und des wois i ned erst seit gestern, doch jez hob i koi Zeid mehr, jez lieg i in dera kloin Kammer. Vom Bett aufsteh' des konn i nimma und i wois ned soll i woina oda jammern. Vier moi am Dog kummt a Schwesta, de hoid mi dann aus'm Dreg und wenn se ma z'wischn de Boina greift, dann rührt se bei mir nix mehr, nua ab und zua denk i dann dobei an Gestern. Mei Frau, de schaut scho seid Dog'n nimma rei zua mia, wei zum Sog'n ham mia uns nix mehr. I wois, das se de Nachbarn da'zählt, dass i sie abgrunddieaf haß, oba des is mia jez ollas ganz egal wos se üba mi da'zählt, weil i hob jez ganz and're Soch'n de füa mi zähl'n. Domois im Kriag an da Ostfront, mia ham Russ'n da'schoss'n, de se scho längst ergeb'n ham. Nia hob i jemois mid jemand d'rüber g'redt und mei ganz' Leb'n lang hot se des Buid oiwei wieda g'meldt. De Kinda de kemma und ma merkt ganz genau, das es erhna lästig is und wenn's wos sog'n, dann, dass scho wieda werd. Jez lasst ma doch mei Ruah, wei i stirb seit Woch'n und i wois bis heid ned wia ma des duat. Im Krankenhaus ham's me entlass'n, da Doktar hod blos g'sogt das a nix mehr doi ko und dass jez an's sterb'n geht. I erinna mi, das i amoi über's sterb'n g'les'n hob, dass ma sterb'n kann wia a Held, oda wia a Feigling. Jez wois i das des nur Sprüch' war'n, wei jez wois i, sterb'n duat ma nua alloi. Des Krankenbett des is mei Gruft, i bin scho seit Woch'n dod, oba des sterb'n ziagt se und ziagt se. I hob scho seit 10 Dog nix mehr gess'n, nua an Vermouth den schütt i in mi eine, a wenn i ned vui davon behoid'n ko, und du schleichst nua imma um mi rum. Jez bleib' hoid amoi steh und nimm' mi mid, wei i hoid des nimma aus, de Schmerz'n de ko i ertrog'n, oba owei de Angst, wei i wui doch no ned dod sei, doch i wois du laßt ned mid dir hand'ln, deshoib bleib jez endlich steh und lass mi mid dir geh.

 

   
             
       

Weg von hier

 

Weg

nur weg von hier

besondere Ansprüche

habe ich keine

alles was ich will

nur weg von hier

wo jeder sich seine eigene Wahrheit richtet

aber dafür die Hand zum Eid

strickt unten lässt.

 

Ich kann mich gar nicht erinnern

wann dies alles begonnen hat

schleichend kam es irgendwie übers Land

ganz heimtückisch hat es sich

überall festgesetzt

und jetzt wo es nicht mehr zu übersehen ist

will ich nur weg

weg

einfach nur weg von hier.

   
             
       

Vom entscheiden

 

Noch war nichts entschieden

denn immer noch

hatte er sich noch nicht entschieden

denn er wollte nicht so

und auch nicht anders

er wollte sich gar nicht entscheiden

und so zögerte und zögerte er

bis man eines Tages

in der Zeitung lesen konnte

er sei verschieden.

 

   
             
       

     

    Naheliegend

     

    Es ist naheliegend

    und doch unerreichbar

    die Vorstellung

    überall auf der Erde

    könnte Frieden herrschen

     

   
             
       

Kannst du das Licht fühlen

 

Eine Stimme

glitt durch den dunklen Raum

kannst du das Licht fühlen

fragte sie in die Dunkelheit

 

kannst du das Licht fühlen

fragte sie immer wieder

doch was sollte ich antworten

ich fühlte zwar das Licht

doch das Licht war schwarz

und das konnte doch nicht sein

deshalb blieb ich still und

versteckte mich hinter dem Licht

   
             

 

 

 

 

Was es so nicht gibt

 

Brügeleisen

Selbstgetrocknete Marmelade

Frischgefegte Eier

Aufgelöstes Fleisch

Eher lichter Verkehr

Smokingzang

Öffentlicher Auftrittsvorbote

Frisch gepresster Taubensaft

Kraft durch Fäule

Und so heiter und so heiter.

 

 

             
       

Schreibblockade

 

Zum Schreiben riesen Lust

die Muse mich nicht küsst

so sitz ich hier und tue als wenn ich etwas wüsst

doch in mir ist nur Leere und der Frust

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            In dieser  Nacht

 

In dieser Nacht

In diesem Land

Wurden Sterne an den Himmel gezaubert

Für jeden der im kommenden Jahr

Sterben wird an Hunger - ein Stern

 

In diesem Land

Wird der armen Verhungernden

Ein Feuerwerk dargebracht

 

In dieser Nacht

Da verpackt eine unbekannte Macht

Hirn in Böller und Raketen

Und so geht

In diesem Land

Weiterer Verstand ganz einfach flöten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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